Datensynchronisation und Middleware für Shopware 6
Wir verbinden Shopware mit ERP, PIM, Marktplätzen und weiteren Systemen, sodass Artikel, Bestände, Preise und Bestellungen automatisch und ohne Doppelpflege synchron bleiben. Für Händler und Hersteller im Mittelstand, die Bestellungen nicht mehr abtippen und Bestände nicht mehr abgleichen wollen.
Für wen Datensynchronisation relevant ist
Vier Ausgangslagen, die wir in Projekten am häufigsten vorfinden.
Bestellungen werden abgetippt
Shop-Bestellungen landen per Hand im ERP, Lieferscheine und Rechnungen entstehen doppelt. Mit jedem Wachstumsschritt wächst der Aufwand mit.
Bestände stimmen nicht
Shop und Warenwirtschaft zeigen unterschiedliche Verfügbarkeiten. Überverkäufe und Stornierungen sind die Folge.
Produktdaten liegen verstreut
Stammdaten im ERP, Texte und Bilder im PIM oder in Excel, Preise in einer dritten Quelle. Jeder Kanal bekommt eine andere Version.
Marktplätze kommen dazu
Amazon, TikTok Shop, eBay oder Otto sollen aus denselben Daten bedient werden, ohne separate Pflege je Kanal.
Datenflüsse und führendes System
Nicht jede Datenart muss in beide Richtungen fließen. Pro Datenfluss legen wir fest, welches System die Wahrheit hält.
| Datenart | Richtung | Führendes System | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Bestellungen | Shop → ERP | Shop erzeugt, ERP verarbeitet | Status, Tracking und Rechnung fließen zurück in den Shop. |
| Artikelstammdaten | ERP oder PIM → Shop | ERP oder PIM | Shop-spezifische Texte und Medien können im Shop führend bleiben. |
| Bestände | ERP → Shop und Marktplätze | ERP oder Lager | Echtzeit bei knappen Artikeln, Intervall bei großen Sortimenten. |
| Preise | ERP → Shop | ERP | Kundengruppen, Staffeln und individuelle Preislisten eingeschlossen. |
| Kunden | bidirektional | nach Fall | Neukunden aus dem Shop, Konditionen aus dem ERP. |
| Dokumente | ERP → Shop | ERP | Rechnungs- und Lieferschein-PDF im Kundenkonto. |
Welche Systeme und Verfahren wir abdecken
Auf Shop-Seite ist Shopware 6 unser System. ERP, PIM und Warenwirtschaft binden wir über deren Schnittstellen und über Middleware an, unabhängig vom Hersteller. Einführung und Betrieb dieser Systeme übernehmen spezialisierte Partner, Zerosoftware verantwortet Shopware und die Integration.
Weitere Systeme in unseren Projekten: CRM und Marketing (HubSpot, Salesforce, Pipedrive, Klaviyo, Mailchimp), Marktplätze (Amazon über Channable oder Xentral, TikTok Shop mit eigenem Connector, eBay, Otto, Kaufland, Zalando), Headless-CMS (Strapi), Produktsuche (Doofinder, Meilisearch) und Fulfillment (fulfillmenttools).
Xentral Connect
iPaaS-Plattform für Xentral-Nutzer. Wir sind Xentral-Connect-Partner und erweitern die Standardflüsse bei Bedarf.
Passt bei: Shopware mit Xentral, Marktplätze über Xentral
n8n
Workflow-Automatisierung unter Fair-Code-Lizenz, self-hosted auf Ihrer oder unserer Infrastruktur. Daten bleiben im eigenen Haus.
Passt bei: Datenschutzanforderungen, viele Systeme, eigene Logik
Make und Zapier
Cloud-Plattformen mit vielen fertigen Konnektoren. Schneller Start für Standardflüsse zu Marketing- und CRM-Tools.
Passt bei: kleine Datenmengen, Standardflüsse, wenig Transformation
Synqup
Integrationsplattform für Produkt- und Bestelldaten zwischen Shop, ERP und Kanälen.
Passt bei: strukturierte Produktdatenflüsse über mehrere Kanäle
Individuelle Schnittstelle (PHP/Laravel)
Eigene Entwicklung direkt gegen die APIs beider Systeme oder als Shopware-Plugin. Volle Kontrolle über Mapping, Fehlerbehandlung und Performance.
Passt bei: hohe Volumen, Sonderlogik, Systeme ohne Standard-Konnektor
Middleware oder direkte Schnittstelle: Entscheidungshilfe
Fünf Fragen, die die Wahl in den meisten Projekten entscheiden.
Wie viele Systeme sind beteiligt?
Zwei Systeme mit Standardflüssen: direkter Konnektor oder Plugin. Drei und mehr: Middleware als zentrale Drehscheibe.
Wie viel Transformation braucht es?
Reines Durchreichen: Konnektor. Zusammenführen, Anreichern, Umrechnen: Middleware oder individuelle Schnittstelle.
Welche Datenmengen und Frequenzen?
Hohe Volumen und Echtzeitanforderungen sprechen für eine individuelle Schnittstelle oder self-hosted n8n statt Cloud-Tarife mit Operationslimits.
Wo dürfen die Daten liegen?
Personenbezogene Daten und Datenschutzvorgaben sprechen für self-hosted Middleware oder eine eigene Schnittstelle im eigenen Rechenzentrum.
Wer betreibt die Lösung später?
Soll Ihr Team Flüsse selbst anpassen, ist eine visuelle Middleware im Vorteil. Soll alles im Shop versioniert sein, ein Plugin.
Die Grundlagen zu Werkzeugen und Vergleich erklären die Artikel Middleware im Mittelstand und ERP-Integration richtig planen.
So läuft ein Integrationsprojekt ab
Sechs Schritte von der Aufnahme der Datenflüsse bis zum Betrieb.
Datenflüsse aufnehmen
Welche Daten, in welche Richtung, wie oft, und welches System ist führend? Wir dokumentieren den Ist-Zustand inklusive aller manuellen Schritte.
Mapping festlegen
Artikelnummern, Varianten, Kundengruppen, Zahlungs- und Versandarten werden Feld für Feld zugeordnet. Konfliktregeln werden definiert.
Werkzeug wählen
Konnektor, Middleware oder individuelle Schnittstelle, nach der Entscheidungshilfe oben, in vielen Projekten als Kombination.
Umsetzen und testen
Aufbau auf einer Staging-Umgebung mit repräsentativen Testdaten: Artikel, Bestellungen, Kunden, Sonderfälle wie Teillieferungen und Stornos.
Monitoring einrichten
Protokollierung jeder Übertragung, Wiederholungslogik bei Fehlern, Benachrichtigung bei kritischen Abbrüchen.
Produktivsetzung und Betrieb
Umschaltung mit Initialabgleich, danach Beobachtung der ersten Tage. Auf Wunsch laufende Betreuung und Erweiterung um weitere Flüsse.
Fehlerbehandlung und Monitoring
Eine Synchronisation ist erst dann betriebsfähig, wenn klar ist, was bei Fehlern passiert. Drei Bausteine gehören zu jeder Integration, die wir ausliefern.
Protokollierung
Jede Übertragung mit Zeitstempel, Nutzdaten und Ergebnis. Im Fehlerfall lässt sich nachvollziehen, was wann wohin ging.
Wiederholung
Nicht erreichbare Systeme führen nicht zu Datenverlust. Übertragungen werden mit steigenden Wartezeiten erneut versucht.
Benachrichtigung
Kritische Fehler, etwa eine nicht übertragbare Bestellung, lösen sofort eine Meldung an definierte Ansprechpartner aus.
Wovon Aufwand und Dauer abhängen
Nach der Aufnahme der Datenflüsse erhalten Sie ein Angebot mit nachvollziehbaren Einzelpositionen. Diese Faktoren bestimmen den Umfang.
- Anzahl der Systeme und Datenflüsse
- Richtung je Datenfluss: einseitig oder bidirektional mit Konfliktregeln
- Grad der Transformation: Durchreichen, Zusammenführen, Anreichern, Umrechnen
- Datenvolumen und geforderte Aktualität (Echtzeit, Minuten, täglich)
- Qualität der Quelldaten: Dubletten, uneinheitliche Artikelnummern, fehlende Pflichtfelder
- Verfügbarkeit und Dokumentation der Schnittstellen auf Seite des ERP oder PIM
- Sonderfälle: Varianten, Staffelpreise, Kundengruppen, Teillieferungen, Retouren
Typische Stolperfallen
Was Integrationsprojekte verzögert, wenn es nicht am Anfang geklärt wird.
Kein führendes System
Werden Preise oder Bestände in zwei Systemen gepflegt, überschreiben sich Änderungen gegenseitig. Pro Datenart muss eine Quelle führen.
Artikelnummern passen nicht zusammen
ERP-Nummer, EAN und Shop-SKU unterscheiden sich oder sind nicht eindeutig. Ohne saubere Zuordnung landen Bestellungen auf falschen Artikeln.
Varianten werden anders modelliert
Was im ERP ein Artikel mit Größen ist, sind im Shop Variantenartikel. Das Mapping muss die Struktur übersetzen, nicht nur Felder kopieren.
Fehler verschwinden still
Ohne Protokoll und Benachrichtigung fällt eine nicht übertragene Bestellung erst auf, wenn der Kunde nachfragt.
Intervall zu grob für knappe Bestände
Ein Bestandsabgleich alle 15 Minuten reicht für Lagerware, nicht für Einzelstücke oder Aktionsartikel. Dort braucht es Echtzeit oder Reservierungen.
Status-Mapping vergessen
Zahlungs-, Versand- und Auftragsstatus heißen in jedem System anders. Fehlt die Zuordnung, bleiben Aufträge hängen oder werden doppelt versendet.
Systeme verbinden, auch ohne Online-Shop
Datensynchronisation endet nicht beim Shop. Kundendaten zwischen ERP und CRM, Produktdaten vom PIM in alle Kanäle, Belege in die Buchhaltung: überall dort, wo Daten konsistent sein müssen, verbinden wir Systeme direkt miteinander.
Datenautomatisierung als eigenständiges Angebot: ec data
Geht es weniger um den Shop und mehr um wiederkehrende Datenflüsse quer durchs Unternehmen, bündeln wir das unter der Marke ec data: manuelle Übertragungen zwischen Systemen ersetzen, self-hosted mit n8n, DSGVO-konform.
Datenautomatisierung bei ec dataHäufige Fragen zur Datensynchronisation
Middleware oder direkte Schnittstelle: Was passt zu uns?
Bei zwei Systemen mit Standardflüssen reicht meist ein Konnektor oder Plugin. Ab drei Systemen, bei viel Transformation oder wenn Ihr Team Flüsse selbst anpassen soll, ist Middleware die bessere Drehscheibe. Hohe Volumen und Sonderlogik sprechen für eine individuelle Schnittstelle. In vielen Projekten ist es eine Kombination.
Welches System sollte führend sein?
Das hängt von der Datenart ab. Bestellungen entstehen im Shop und werden im ERP verarbeitet. Artikelstammdaten, Preise und Bestände kommen in der Regel aus ERP oder PIM. Shop-spezifische Texte und Medien können im Shop führend bleiben. Wir legen das pro Datenfluss fest.
Wie schnell werden Daten synchronisiert?
Je Datenfluss unterschiedlich. Bestellungen übertragen wir ereignisgesteuert, sobald sie entstehen. Bestände je nach Sortiment in Echtzeit oder im Intervall. Preise und neue Artikel meist in festen Zeitfenstern. Welche Frequenz sinnvoll ist, hängt von Bestellvolumen, Knappheit und Schnittstellenlast ab.
Was passiert, wenn eine Übertragung fehlschlägt?
Jede Übertragung wird protokolliert. Fehlgeschlagene Übertragungen werden automatisch wiederholt, kritische Fehler wie eine nicht übertragbare Bestellung lösen eine Benachrichtigung aus. Nicht übertragene Daten bleiben in einer Warteschlange, bis die Ursache behoben ist.
Binden Sie auch unser ERP oder PIM an, wenn es kein Xentral ist?
Ja. Wir verbinden Shopware mit ERP-, PIM- und Warenwirtschaftssystemen über deren Schnittstellen und Middleware. Einführung und Betrieb dieser Systeme übernehmen spezialisierte Partner, Zerosoftware verantwortet Shopware und die Integration.
Wovon hängt der Aufwand einer Datensynchronisation ab?
Von der Zahl der Systeme und Datenflüsse, der Richtung je Fluss, dem Grad der Transformation, Datenvolumen und Aktualität sowie der Qualität der Quelldaten und Schnittstellen. Nach der Aufnahme der Datenflüsse erhalten Sie ein Angebot mit Einzelpositionen.
Können Marktplätze in dieselbe Synchronisation einbezogen werden?
Ja. Bestellungen von Amazon, TikTok Shop, eBay, Otto, Kaufland oder Zalando laufen über Middleware oder einen Connector gebündelt ins ERP, Bestände fließen zurück an alle Kanäle. Für TikTok Shop bieten wir einen eigenen Connector für Xentral an.
Lässt sich eine PunchOut-Anbindung für Geschäftskunden ergänzen?
Ja. PunchOut per cXML oder OCI ist ein Schwerpunkt unserer Datensynchronisation: Einkäufer bestellen aus ihrem Beschaffungssystem, die Bestellung kommt elektronisch in Shopware oder Ihr ERP. Details auf der Seite E-Procurement und PunchOut.
Passende Leistungen und Wissen
E-Procurement und PunchOut
Shopware an Beschaffungssysteme per cXML oder OCI anbinden
Shopware-Migration
Datenmigration auf Shopware 6 aus Shopware 5 und anderen Systemen
Shopware 6 Entwicklung
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n8n, Make, Zapier und Xentral Connect im Vergleich
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Integration anfragen
Beschreiben Sie uns Ihre Systemlandschaft: Shop, ERP, PIM, Kanäle. Wir schlagen den passenden Weg vor.