Schwerpunkt der Datensynchronisation

E-Procurement und PunchOut für Shopware 6

Wir binden Shopware-6-Shops per PunchOut an die Beschaffungssysteme Ihrer Geschäftskunden an, über cXML wie bei SAP Ariba oder über OCI. Ihre Kunden bestellen direkt aus ihrem Einkaufssystem, der Warenkorb wird zur Freigabe zurückübertragen und die Bestellung kommt elektronisch bei Ihnen an. Für Händler und Hersteller, die Industrie- und Konzernkunden beliefern.

Für wen PunchOut relevant ist

Typische Ausgangslagen bei Händlern und Herstellern mit Geschäftskunden.

Ein Großkunde verlangt PunchOut

Der Einkauf eines Konzernkunden bestellt nur noch über sein Beschaffungssystem und schickt Ihnen eine Anforderung für einen PunchOut-Katalog.

Bestellungen kommen per E-Mail und PDF

Geschäftskunden bestellen aus ihrem Einkaufssystem, Ihre Mitarbeiter tippen die Bestellungen in den Shop oder ins ERP ab.

Statische Kataloge veralten

Sie liefern Preislisten als Datei an Ihre Kunden. Preise und Verfügbarkeiten stimmen nach kurzer Zeit nicht mehr.

Ausschreibungen setzen E-Procurement voraus

Rahmenverträge mit Industrie oder öffentlicher Hand verlangen eine elektronische Katalog- und Bestellanbindung.

Verfahren und Systeme, die wir abdecken

Zielsystem ist Shopware 6. Auf Kundenseite stehen SAP Ariba und andere cXML-fähige Plattformen sowie OCI-Anbindungen aus dem SAP-Umfeld.

cXML-PunchOut

XML-basierter Standard, den Cloud-Beschaffungsplattformen wie SAP Ariba verwenden. Unterstützt Setup-Request, Warenkorb-Rückübertragung, Bestellung (OrderRequest) und Bestellbestätigung.

OCI-PunchOut

Open Catalog Interface aus dem SAP-Umfeld. Überträgt den Warenkorb per Formular-Post zurück ins Einkaufssystem. Verbreitet bei SAP-Installationen im eigenen Rechenzentrum.

Bestellimport und Bestätigung

Die freigegebene Bestellung kommt als cXML OrderRequest oder über eine Schnittstelle in Shopware beziehungsweise Ihr ERP. Zurück geht eine Bestellbestätigung.

Kundenspezifische Preise

PunchOut-Sitzungen laufen mit dem Kundenkonto des Einkäufers. Vereinbarte Preislisten, Rabatte und Sortimente aus Shopware gelten automatisch.

So sieht der Einkauf Ihres Kunden den Ablauf

Sechs Schritte von Katalogaufruf bis Bestellbestätigung.

1

Katalog öffnen

Der Einkäufer klickt in seinem Beschaffungssystem auf Ihren Katalog. Das System schickt einen Setup-Request mit Zugangsdaten an Ihren Shop.

2

Anmeldung ohne Login

Shopware prüft die Anfrage, ordnet den Einkäufer dem richtigen Kundenkonto zu und startet eine PunchOut-Sitzung.

3

Einkaufen im Shop

Der Einkäufer sieht Ihren Shop mit seinen Preisen und seinem Sortiment, sucht, filtert und füllt den Warenkorb.

4

Warenkorb zurückgeben

Statt zur Kasse geht der Warenkorb als PunchOutOrderMessage (cXML) oder Formular-Post (OCI) zurück ins Einkaufssystem.

5

Freigabe beim Kunden

Der Warenkorb durchläuft den Genehmigungsprozess des Kunden. Erst danach entsteht eine verbindliche Bestellung.

6

Bestellung und Bestätigung

Die freigegebene Bestellung erreicht Shopware oder Ihr ERP. Sie bestätigen elektronisch und liefern wie gewohnt.

So läuft ein PunchOut-Projekt ab

Fünf Schritte, abgestimmt mit der IT Ihres Kunden.

1

Anforderungen des Kunden klären

Welches Beschaffungssystem, welcher Standard (cXML oder OCI), welche Felder und Katalogformate verlangt der Einkauf? Wir lesen die Spezifikation des Kunden und stimmen offene Punkte direkt mit dessen IT ab.

2

Kundenkonten und Preise vorbereiten

In Shopware werden Kundenkonto, Kundengruppe, Preislisten und ggf. ein eingeschränktes Sortiment für den PunchOut-Zugang eingerichtet.

3

PunchOut-Endpunkt umsetzen

Wir implementieren Setup-Request, Sitzungsstart, Warenkorb-Rückgabe und Bestellimport für den jeweiligen Standard und härten Authentifizierung und Protokollierung.

4

Test mit dem Testsystem des Kunden

Die Anbindung wird gegen die Testumgebung des Beschaffungssystems geprüft: Setup, Warenkorb, Freigabe, Bestellung, Bestätigung. So zeigen sich Fehler vor der Freischaltung und nicht erst im Live-Betrieb.

5

Freischaltung und Betrieb

Nach Abnahme durch den Kunden erfolgt die Umstellung auf das Produktivsystem. Monitoring und Protokolle zeigen jede Sitzung und jede Bestellung.

Wovon Aufwand und Dauer abhängen

Die Spezifikation des Kunden entscheidet über den Umfang. Nach ihrer Sichtung erhalten Sie einen Ablaufplan und ein Angebot mit nachvollziehbaren Einzelpositionen.

  • Standard des Kunden: OCI ist schlanker, cXML deckt mehr Prozessschritte ab
  • Anzahl der anzubindenden Kunden und Beschaffungssysteme
  • Umfang der Rückmeldungen: nur Warenkorb oder auch Bestellung, Bestätigung, Versandavis, Rechnung
  • Katalogformate und Pflichtfelder, die der Einkauf vorgibt, etwa Klassifikationen wie UNSPSC oder eCl@ss
  • Abbildung kundenspezifischer Preise, Sortimente und Kostenstellen in Shopware
  • Anbindung an Ihr ERP für Bestellimport und Bestätigung
  • Verfügbarkeit eines Testsystems und Ansprechpartners auf Kundenseite

Typische Stolperfallen

Woran PunchOut-Projekte hängen bleiben, wenn sie nicht von Anfang an geklärt sind.

Kein Zugang zum Testsystem

Ohne Testumgebung des Kunden lässt sich die Anbindung nur blind entwickeln. Der Zugang gehört in die erste Abstimmungsrunde.

Spezifikation vom Hörensagen

Jeder Einkauf hat eigene Pflichtfelder, Artikelnummernlogik und Klassifikationen. Ohne die schriftliche Spezifikation passen Warenkörbe später nicht in den Freigabeprozess.

Warenkorb ist keine Bestellung

Die Rückübertragung ist nur eine Vorlage. Verbindlich wird es erst mit der freigegebenen Bestellung. Wer den Warenkorb schon als Auftrag verbucht, erzeugt Dubletten.

Preise aus zwei Quellen

Stehen vereinbarte Preise im ERP, im Shop und im Rahmenvertrag, driften sie auseinander. Eine führende Quelle muss definiert sein.

Sitzungen laufen ab

PunchOut-Sitzungen sind zeitlich begrenzt und oft im iFrame eingebettet. Lange Suchvorgänge, Cookie-Hinweise und Weiterleitungen brechen den Ablauf.

Bestätigung vergessen

Viele Beschaffungssysteme erwarten eine elektronische Bestellbestätigung. Fehlt sie, bleibt die Bestellung beim Kunden offen und Mahnläufe starten.

Häufige Fragen zu PunchOut und E-Procurement

Was ist PunchOut?

PunchOut ist ein Verfahren, bei dem Einkäufer aus ihrem Beschaffungssystem heraus direkt in Ihrem Online-Shop einkaufen. Der Warenkorb wird zur Freigabe ins Einkaufssystem zurückübertragen, die Bestellung kommt nach der Genehmigung elektronisch zu Ihnen. Technisch läuft das über die Standards cXML oder OCI.

cXML oder OCI: Was brauche ich?

Das gibt Ihr Kunde vor. Cloud-Plattformen wie SAP Ariba arbeiten mit cXML, das auch Bestellung und Bestellbestätigung abdeckt. OCI kommt vor allem bei SAP-Systemen im eigenen Rechenzentrum zum Einsatz und überträgt nur den Warenkorb. Viele Händler setzen beides um, weil unterschiedliche Kunden unterschiedliche Systeme nutzen.

Lässt sich ein bestehender Shopware-6-Shop für PunchOut nutzen?

Ja. PunchOut ist eine Erweiterung Ihres bestehenden Shops, keine zweite Katalogdatenbank. Produkte, Preise und Verfügbarkeiten bleiben an einer Stelle, der Einkäufer sieht den Shop mit seinem Kundenkonto.

Wie kommt die Bestellung nach der Freigabe zu uns?

Bei cXML sendet das Beschaffungssystem einen OrderRequest an einen Endpunkt, den wir an Shopware oder Ihr ERP anbinden. Bei OCI erfolgt die Bestellung je nach Kunde elektronisch über eine separate Schnittstelle oder weiterhin als Bestelldokument. Beides klären wir in der Spezifikation.

Brauche ich ein Konto im SAP Business Network?

Für die technische PunchOut-Anbindung nicht zwingend. Ihr Kunde kann Sie als Lieferanten direkt einrichten. Ein Konto im SAP Business Network erhöht die Sichtbarkeit für weitere Ariba-Kunden und wird von manchen Einkaufsabteilungen vorausgesetzt. Ob und welches Konto sinnvoll ist, hängt von Ihren Kunden ab.

Welche Katalogformate verlangen Einkaufssysteme?

Für PunchOut selbst reicht der Live-Shop. Zusätzlich fordern Einkaufsabteilungen oft Stammdaten als Datei, etwa BMEcat oder CSV mit Klassifikationen wie UNSPSC oder eCl@ss. Diese Exporte erzeugen wir aus den Shopware-Produktdaten.

Wovon hängt der Aufwand einer PunchOut-Anbindung ab?

Vom Standard, von der Zahl der Kunden und Systeme, vom Umfang der Rückmeldungen und von den Pflichtfeldern des Einkaufs. Nach Sichtung der Kundenspezifikation nennen wir Ihnen den Ablauf und ein Angebot mit Einzelpositionen.

Wer spricht mit der IT unseres Kunden?

Das übernehmen wir. Die Abstimmung von Zugangsdaten, Feldern und Tests mit dem Beschaffungsteam des Kunden ist Teil des Projekts, Sie bleiben als Ansprechpartner für das Kaufmännische im Loop.

PunchOut-Anforderung erhalten?

Schicken Sie uns die Spezifikation Ihres Kunden. Wir sagen Ihnen, was Shopware schon kann und was ergänzt werden muss.